18.9.2006 << 12.1.2007 >> 17.1.2007
„Hallo Nachbarn“ auf Französisch sagt die Website www.peuplade.fr und meint es auch. Jeder kann sich einschreiben, seine Interessen bekanntgeben und Gleichgesinnte finden. Ganz bewußt wollten der Anwalt Jérémie Chouraqui und seine Mitstreiter Menschen zusammenbringen, die im gleichen Viertel wohnen, "im echten Leben" ohne Internet jedoch nie zusammenfinden würden.
Dank WWW, Diskussionsforen und interaktivem Veranstaltungskalender klappt das jetzt im 17. Arrondissement von Paris. Wenn man sich online bei www.peuplade.fr kennengelernt hat, kann man spontan zusammen in die Kneipe gehen oder bei einem apéro de quartier neue Leute kennenlernen. Für das Thema, das einem besonders am Herzen liegt, gründet man einen Stamm, eine peuplade, der Menschen mit gleichen Interessen vereint. Zur Zeit machen etwa eintausend Bewohner des 17. Arrondissement mit, und es werden täglich mehr.
Social networks mit Eliteanspruch gibt es einige im Internet. Das Besondere an Peuplade ist seine vollkommene Offenheit, jeder ist willkommen, nur Stänkereien und politische oder religiöse Werbung bewegen die Moderatoren zum Einschreiten.
Die virtuelle Stadt sollte bereits Mitte der neunziger Jahre bevölkert werden, was regelmäßig am exklusiven Charakter der Veranstaltung scheiterte. www.peuplade.fr schlägt jetzt eine Brücke zwischen virtueller und realer Welt und hat Erfolg damit - Lust an Geselligkeit, Engagement und geistigem Schlagabtausch machen es möglich.
Hallo Nachbarn! Wie wär’s?
Im Internet: Peuplade online- und offline-Community