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Frühling, brummt der Bär
Der Winterschlaf ist vorbei
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Kaiser-Wilhelm-Platz - seine Geschichte
Eine Diplomarbeit über den Kaiser-Wilhelm-Platz
Ist der Kaiser-Wilhelm-Platz noch ein Anziehungspunkt für den Handel?
Walther-Schreiber-Platz - der Platz, den es nicht gab
Bahnhof Berlin Papestraße
DER LETTE-VEREIN
Der Viktoria-Luise-Platz
DER VARZINER PLATZ UND DAS WAGNERVIERTEL
Ergebnisse der Umfrage zum Kaiser-Wilhelm-Platz
Vision Südkreuz
Auswertung der Umfrage zum Kaiser-Wilhelm-Platz
Der John-F.-Kennedy-Platz
DER NATURPARK SCHÖNEBERGER SÜDGELÄNDE
Das "Verborgene Grün von Schöneberg" *)
Der Nollendorfplatz
PallasT - Drugstore - Potse - das große Haus an der Potsdamer- Ecke Pallasstraße
Der Sportpalast und das Pallasseum
Neues Gesicht für den Kaiser-Wilhelm-Platz
Blanke Hölle am Alboinplatz
Der Friedrich-Wilhelm-Platz - ein Kinderparadies?
Ein alter Weihnachtsmarkt in der Rheinstraße
(Vor-)Weihnachten auf dem Markt
Tipps von Frieda Günstig
Der Titania-Palast - Filmfestspiele, auch in Friedenau und Steglitz?
Auf den Flügeln der Fantasie - durch die Akazienstraße
Plätze und Orte in Schöneberg: Der Insulaner
Auf dem Insulaner: Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte und das Zeiss-Planetarium
Der Insulaner ist auf Sand gebaut
Zeugen der Geschichte Schönebergs: Preußische Bauten - eine architektonische Entdeckungstour
Serie Orte und Plätze: Ein Kleeblatt soll Glück bringen
Neugestaltung und Nutzungserweiterung des Breslauer Platz
Serie Orte und Plätze in Schöneberg: Optische Anstalt C. P. Goerz
Informationsveranstaltung Bebauung am Walther-Schreiber-Platz
Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan XI-230

Die Stadtteilzeitung zieht durch den Stadtteil und besucht Plätze und Straßen des Bezirkes.

MULTIKULTI AUF DEM DÜRERPLATZ

Wer sich wie ich am Nachmittag des 14. August auf den Dürerplatz verirrt hatte, konnte Ungewöhnliches erleben - auf dem normalerweise eher öden Gelände tobte so ein bißchen das Leben: eine kleine Bühne ist aufgebaut, Läden und Organisationen des Kiezes verkaufen an langen Tischen Leckereien und bieten Informationen an, und eine Bierbar gibt es natürlich auch.

Die Stadtteilzeitung zeigt an Stellwänden 50-100 Jahre alte Fotos vom Dürerplatz, die auf großes Interesse stoßen, sogar bei den kessen türkischen Jungs ("richtige" Berliner mit orientalischem Macho-Einschlag!) Einer von ihnen will wissen, ob da mal ein Nashorn gestanden hätte mitten auf dem Dürerplatz; aber es ist bloß eine Fotokollage, die auf Dürer, den Namenspatron des Platzes, hinweisen soll. Den kennen sie übrigens auch, zeigen gleich auf das spannende Graffiti am Bahnhofseingang, auf dem u.a. auch sein Porträt zu sehen ist. Die Schöpfer dieses gewaltigen Werkes haben am Ort Platz bezogen und lassen sich gern und zu Recht huldigen ("Habt ihr nicht öfter solche Aufträge"?) Bleibt zu hoffen, daß ihre Autorität in ihrer Szene ausreicht, um ein Rumkritzeln in dem "bombing" zu verhindern. Überhaupt dominiert neben vielen Hunden die Jugend den Platz. Es wird auf langen Papierbahnen gemalt, mit Bobbycars herumgekurvt und an der Kletterwand gekraxelt Die älteren Kids stehen in Gruppen beisammen und schielen mehr oder weniger auffällig aufs andere Geschlecht. Und auch hier wieder viel Multikulti, entsprechend der Bevölkerungszusammensetzung in diesem Kiez.

Auf der Bühne präsentieren sich u.a. ein gemischter Chor und das Theater der Erfahrungen mit seinen gekonnten Sketchen mitten aus dem Leben. Ein junger Türke singt mit wundervoller Altstimme alte orientalische Lieder, grüngewandete Gospelsängerinnen lassen sich hören, und zum Abschluß tanzen alle zu schwingenden syrischen Rhythmen echt multikultimäßig gemeinsam in der Reihe. Und wer der Schrittkombinationen nicht beherrscht, wiegt sich beim Zuhören vor der Bühne mit. Ein schöner Nachmittag!

Sigrid Wiegand Redaktion Stadtteilzeitung

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